Berichte

Auf Grundlage der allgemeinen RWE-Biodiversitätsrichtlinie [270 KB] und der Empfehlungen der IUCN wurde von der RWE Power AG im Jahr 2018 eine Biodiversitätsstrategie für das Rheinische Braunkohlenrevier (BioDiS) konzipiert und eingeführt. Verantwortlich für die Umsetzung der RWE-Biodiversitätsstrategie für das Rheinische Braunkohlenrevier (BioDiS) ist bei der RWE Power die Rekultivierungsabteilung in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Rekultivierung. Das Konzept der Strategie haben wir in einem Bericht [1.570 KB] zusammenfasst.

Im Jahr 2019 wurde die RWE-Biodiversitätsstrategie (BioDiS) für das Rheinische Revier durch die RWE Power und die Forschungsstelle Rekultivierung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Zusammen mit RWE Power wollen wir die Chancen bei der großflächigen Neugestaltung von Landschaft jetzt noch intensiver nutzen. Auf Grundlage der wissenschaftlichen Arbeit der Forschungsstelle Rekultivierung will RWE für noch mehr Artenvielfalt in der Rekultivierung und auf angrenzenden Artenflächen sorgen – damit seltene Tiere dort auf Dauer gut leben können. Das Ziel „Artenvielfalt“ ist für alle Mitarbeiter nun verbindlich, die an Planung, Gestaltung und Pflege der Bergbaufolgelandschaft und anderer Artenschutzflächen beteiligt sind. „Denn am Ende soll die Rekultivierung immer besser werden – im Interesse des Artenschutzes und im Interesse der Menschen in der Region“, erklärte Michael Eyll-Vetter, Leiter der Sparte Tagebauentwicklung von RWE Power.
Für die Handlungsfelder Wald, Offenland und Gewässer wurden Zielarten definiert und für diese Arten Steckbriefe auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt. Für die Projekte zu den einzelnen Zielarten wurden geeignete Projektpartner gesucht. Zudem wurden Projektskizzen für drei Leuchtturm-Projekte entworfen. Auch wurde eine Gesamtliste aller biodiversitätsfördernden Maßnahmen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen der RWE AG und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg erstellt.

Im Jahr 2020 haben wir damit begonnen für die Zielarten Nullerhebungen auf festgelegten Monitoringflächen durchzuführen. Es gilt nun konkrete Monitoringkonzepte für die Zielarten zu erarbeiten, die Dauerbeobachtungsflächen festzulegen und die zeitlichen Intervalle für die Kartierungen auszuarbeiten. Ab diesem Jahr erfolgt die konkrete Umsetzung der Maßnahmen sowie begleitende wissenschaftliche Untersuchungen in einer auf mehrere Jahre ausgelegten Kooperation mit der Technischen Hochschule Bingen. Die Technische Hochschule Bingen gilt mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Lehre von Umweltschutz und Biodiversität als Vorreiterin in der akademischen Ausbildung von UmweltingeneurInnen in Deutschland. Durch die interdisziplinären Studiengänge im Bereich Biodiversitätsmanagement werden Forschung und Industrie eng miteinander verknüpft. Prof. Dr. Rademacher zählt mit seiner langjährigen Erfahrung bei der Heidelberg Cement AG als Experte für Ökologie und Biodiversität in Rekultivierungslandschaften.
Die Ergebnisse unserer Untersuchungen stellen wir in unserem Jahresbericht zum Ende des Jahres zusammen.